Eco Retreat • Finca Los Zarzales • La Gomera

Wir leben, wohnen und arbeiten mit unseren beiden Kindern auf einer ehemaligen Kartoffel-Finca im grünen Norden der Insel oberhalb des Ortes Tamargada in einem Hochtal auf 600m Höhe umgeben und inmitten von Bäumen, Pflanzen, Sträuchern und Tieren.

 

Zur Finca gehören noch fünf kleinere Häuser, in denen die Arbeiterfamilien wohnten und die heute über das Gelände verteilt als zugewachsene, zerfallene Ruinen die Landschaft schmücken; ebenso die bis zu 6 Meter hohen Natursteinmauern, die die einzelnen Terrassenabschnitte markierten und begrenzten.

Der Zugang war bis in die 80er Jahre nur über Eselpfade möglich, dann wurde eine Serpentinenpiste geschoben, die eine Verkehrsanbindung an Las Rosas ermöglichte.

1995 wurde die letzte Kartoffelernte eingefahren und der Betrieb eingestellt. Seit nunmehr 23 Jahren erobert sich die Natur Stück für Stück das Land zurück und der Boden hatte viel Zeit sich zu regenerieren und erholen

 

In traumhafter, teils terrassierter Lage mit Blick auf die umgebende Hügelkette und das  Meer, wachsen und blühen in üppiger ganzjährig grüner Vegetation Baumheide, Lorbeer, Kiefer, Kastanie, Rosenapfel, Palmen, Maulbeere, Feigen,- Orangen- und Apfelbäume, Nispero, Kapstachelbeere (Physalis), Rosmarin, Pfefferminze, Oregano, Kapuzinerkresse , sowie Bougainvillas, Rosen, Kamelie, Kalla, Hortensien, Hibiskus, Oleander, Geranien, Wandelröschen, Lilien und vielen anderen Baumarten und Blütenpflanzen, zu denen ständig neue hinzukommen. An neuen Obstbäumen haben wir Kiwi, Mandel, Himbeere, Pflaume, Nektarine, Pfirsich, Mango, Papaya, Birne und Kaki, gepflanzt.  Bis die neuen Bäume Früchte tragen, wird eine Weile vergehen müssen aber wir freuen uns schon sehr darauf und schauen Ihnen so lange beim Wachsen zu.

Wir verwenden ausschließlich natürlichen Dünger, wie z.b. Eselmist, Kaffeesatz oder  extrahierte Flüssigkeit aus dem Bokashi Eimer und wir verzichten auf jegliche Form chemischer Pestizide oder Düngemittel.

 

Beim spazieren gehen trifft man hin und wieder mal auf einen unserer zwei Esel, eine Katze oder ein Huhn, die frei auf dem Gelände herumlaufen. Es gibt  zwar einen Stall und ein Hühnerhaus aber Ein,- und Ausgang sind Tag und Nacht offen.                                       

So hört man dann über den Tag verteilt immer wieder mal ein Iah oder Kikeriki.

Außerdem gibt es noch ein paar Frösche, (die man jedoch nur dann hört, wenn es regnet und sie denselben quakend begrüßen) und unterschiedliche, hier ansässige Vogelarten wie z.b. Mäusebussard, Sperber, Lorbeertaube (wir haben ein paar Lorbeerbäume und dort haben sich welche angesiedelt), Bolls Lorbeertaube, Rotkelchen, Amsel, Mönchsgrasmücke, Kanaren Zilbzalb, Buchfink, Waldschnepfe sowie Turmfalken.

 

Die Stromversorgung erfolgt vollständig über Solarenergie, gekocht und geduscht wird mit Gaskartuschen. 


La Gomera

liegt im Atlantischen Ozean ist ca. 11. Millionen Jahre alt und gehört zur Gruppe der Kanarischen Inseln.

Die Kanaren sind die zu Spanien gehörenden Sonneninseln vor der afrikanischen Westküste. 

Sie ist, mit 370 Quadratkilometern nach El Hierro, die zweit kleinste Insel der Kanaren und hat ca. 20.000 Bewohner, 10% davon Deutsche.

Das spanische Festland ist 1.300km, der afrikanische Kontinent 300km entfernt. 

Wie alle Inseln der Kanaren ist La Gomera vulkanischen Ursprungs und besteht zum größten Teil aus erkalteter Lava, Tuff und Basaltgestein.

Wind und Wasser haben über die Zeit Barrancos (Kerbtäler) und Valles (Muldentäler) entstehen lassen.                             Der letzte Vulkanausbruch liegt ca. 2 Millionen Jahre zurück. 

Warum der Norden und nicht der Süden

Im Winter mild, im Sommer nicht zu heiß und das ganze Jahr über ein gemässigtes Klima. Auf La Gomera herrscht, wie auf allen kanarischen Inseln, das ganze Jahr über ein sehr mildes Klima, wobei die Temperaturen im Jahresverlauf um nur ca. 7 Grad variieren. 

Verursacht wird dies durch den Nordostpassat und einen Abzweig des Kanarenstroms, der für fast gleichmässige Temperaturen während des ganzen Jahres sorgt (15-22 Grad). 

Hierbei muss man jedoch auch die Klimazonen auf der Insel berücksichtigen. 

Es kann durchaus sein, dass es im Norden bewölkt und regnerisch ist und zeitgleich im Süden bei strahlend blauem Himmel die Sonne scheint. Im Dezember, Januar und Februar kann es für Kanarische Verhältnisse auch mal richtig frisch und kühl werden. Nie unter dem Gefrierpunkt aber um die 10 Grad schon. In dieser Zeit heizen wir die Öfen ein und machens uns davor gemütlich. 

Schon bei unserer ersten Reise waren wir einig, dass Luft, Temperatur als auch die Vegetation im Norden, uns wesentlich besser gefielen und behagten, als die vergleichsweise trockene Hitze und karge Landschaft im Süden aber das ist natürlich Geschmackssache.

Mit dem Auto ist man in circa einer Stunde am südlich, touristischeren Teil der Insel. Da wir ja auch zum Anbauen von Obst und Gemüse und Pflanzen von Bäumen und Blumen auf die Insel gekommen sind, bot sich eine Niederschlag reichere Umgebung also an und da wir aus Berlin kommen, sind wir kalte frische Luft gewöhnt und freuen uns über den vergleichsweise milden Gruß aus der Heimat. 

Anreise                                   Mobilität                                Ernährung

La Gomera lässt sich vom europäischen Festland aus nicht direkt erreichen. Die Anreise erfolgt über den Flughafen Teneriffa Süd Reina Sofia (TFS) und von dort mit der Fähre (Fred Olsen oder Naviera Armas), die drei mal täglich zwischen den Inseln verkehren, vom Hafen Los Christianos Teneriffa Süd nach San Sebastian auf La Gomera. 

Man gelangt entweder mit dem Bus (Titsa Terminal im Flughafen) oder Taxi vom Flughafen zum Hafen und die Fahrzeit beträgt ca. 25 Minuten. 
Die letzte Fähre legt um 19:00 Uhr ab, deshalb empfehlen wir, den Flug so zu buchen, das ausreichend Zeit (1 1/2 - 2 Std.) bleibt um spätestens die letzte Fähre zu erreichen.

Buchen und Vergleichen zwischen den beiden Reedereien kann man unter:

www.directferries.com

Wenn Sie einen erholsamen Urlaub auf der Insel verbringen möchten und mobil sein wollen, empfiehlt es sich, ein Auto zu mieten, mit dem Sie die Insel problemlos erkunden und entdecken können. 

Zum Haus gelangt man von der Hauptstraße über einen Privat,- und Wanderweg an Felsen entlang und durch den Wald. Da dieser zum Teil uneben und schottrig ist, ist es nicht ratsam, einen normalen Pkw zu benutzen, um den Hang hinunter zum Haus zu fahren (1,6 km). 

Das Auto kann oben an der Straße geparkt werden und wir holen Sie samt Gepäck oben ab und bringen Sie auch wieder rauf. 

Klingt abenteuerhaft und ist es auch. 

Wenn Sie kein Auto mieten möchten, holen wir Sie gerne gegen Gebühr vom (Flug,-)Hafen ab und bringen Sie auch wieder dorthin zurück.

Wir verzichten weitestgehend auf Fleisch, Fisch und Kuhmilchprodukte. Stattdessen gibt es bei uns abwechslungsreiche Ernährung aus frischem Gemüse, Obst und allem, was die Natur gerade saisonal zu bieten hat. 

Tofu, Soya & Saiten bekommt man in einigen, wenigen Geschäften und vor allem im Süden. 

Wer von unseren Gästen nicht auf Milch, Fleisch und Fisch verzichten mag, kann sich vom Supermarkt etwas mitbringen oder fährt/wandert in eines der Restaurants in der Umgebung, die kanarische Gerichte anbieten.